Schlagwort: Ostseezeitung

Mal wieder: Spaß mit der OZ

Ostsee-Zeitung

da eine Online-Zeitungsausgabe ja kein Holz verbraucht, jedenfalls nicht als Primär-Quelle, kann ich ja mal wieder über die Ostseezeitung, diese ewige Quelle der Freude (oder des Erschrecken ob der intelligenten Minderleistungen) schreiben.

Da ist irgendwas mit dem CMS (ContentManagementSystem = ja, InhaltsVerwaltungsUndBearbeitungsSystem) falsch gelaufen in den letzten 2 Ausgaben. Das Redaktionssystem ist zu einem Impressum-Verwaltungs-System mutiert.

Eine Zeitung, die für einen Vertriebsbereich (hier Usedom und Peene) nichts als 2x Impressum, einen Olympia-Rostock-Beitrag und einen kleinen Beitrag über einen Künstlerbund zusammenbringt, die hat irgendwie ihr selbstgestecktes Ziel (über die Region aus der Region) verfehlt.

Ein weiterer Beweis für die Austrocknung der Region, in diesem Zusammenhang journalistische Austrocknung

Gibt es irgendeinen Grund, dieses Blatt zu abonnieren?

Setzen, Sechs!

DDR-DudenIch werde immer wieder von Werbern angerufen, die mir ein Abonnement der hiesigen Ostseezeitung verkaufen möchten. Ich möchte aber solch ein Abo nicht.

Mir reicht es, wenn ich die Online-Ausgabe durchschaue und nicht bei jedem Beitrag über den Sinn grübeln muss.

Heute meldet die Ostseezeitung zum Beispiel:

Schüler im Landkreis Vorpommern-Rügen sind einer Umfrage zufolge mehrheitlich nicht ausreichend auf einen Einstieg ins Berufsleben vorbereitet.

Das kann nichts Neues sein. Denn die Online-Redakteure dieses Presse-Erzeugnisses sind auch nicht in der Lage, einen othographisch, semantisch oder syntaktisch korrekten Satz zu bilden. Sie glauben mir nicht?

Hier die heutige Blütenlese:

  • Das rund 65 000 Euro teure Fahrzeug fiel bei Penkun (Kreis Vorpommern-Greifswald) durch einer Straßensperre auf.
  • Mediziner aus Greifswald entwickeln gemeinsam mit Kollegen aus Thüringen und den USA an neuen Wirkstoffen für Medikamente.
  • Die in Greifswald bei Bauarbeiten aufgetauchten Überreste der Steinhäuser stammen aus dem 14. Jahrhundert. <= Können Gebäudereste tauchen?
  • Dievon Greifswalder Studenten und Wissenschaftler konzeptionierte Schau „plusminus10“ im Bibelzentrum Barth verblüfft und polarisiert.
  • Von Freitag an haben Einwohner und Gäste in Greifswald Gelegenheit durch die Buden zu schlendern, mit Karussells zu fahren und die musikalischen Darbietungen zu genießen. <= Durch die Buden? Oder nicht doch zwischen den Buden?
  • Das Oberverwaltungsgerichts Greifswald hatte beanstant, dass die Verträglichkeit der Anlage in Gallin-Kuppentin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit dem angrenzenden Flora-Fauna-Habitat-Gebiet nicht erfolgt ist. <= Beanstandet? Verträglichkeit nicht erfolgt?
  • Mit dem Ausweis sollen finanziell Schwächere leichter, am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben teilnehmen können. <= klar, leichter Komma am gesellschaftlichen Leben
  • Die 34 Mitarbeiter aus dem Torhaus zum Jagdschloss Granitz in Blieschow ausziehen und die beiden oberen Etagen im ehemaligen Kronprinzenpalais am Circus 1 in Putbus beziehen.
  • Der Stralsunder Tierpark plant ein Modellprojekt zur Aufnahme kranker, verletzter oder hilfloser Wildtieren.
  • Werbebanner am Werftdreieck entbrannt
  • 7000 Bad Doberaner erhalten die Scheibe geschenkt. 3000 weitere stehen zum Verkauf.  <= 3000 weitere Doberaner stehen zum Verkauf, nur wer will sie?
  • Seit zwei Wochen sind die Kleinen der der Parkentiner Kita gemeinsam mit Käpt’n Holmsen und seinem Schiff „Betty“ auf großer Fahrt rund um die Welt
  • Die Kröpeliner Stadtvertretung schließt sich der teilweise Bürgerinitiative an und beschließt, nicht zu bauen.
  • Die 21-Jährige Michelle Krämer aus Neubukow ist eine von zwei Kfz-Azubildenen im Landkreis Nordwestmecklenburg.
  • Die neue Eigenheimsiedulung am Osteingang von Kühlungsborn soll eine Visitenkarte für das Ostseebad werden. 37 Grundstücke werden entstehen.
  • 92 Teilnehmern, so viel, wie noch nie, präsentierten sich am vergangenen Samstag in Bad Doberan beim „9. Podium Tasteninstrumente“auf der Bühne der Kreismusikschule „Friedrich von Flotow“.
  • Vertreter des Landeskirchenamtes wollten das Aufstellen der Skulptur untersagen. Die Hanstorfer jedoch setzen sich für Plastik ein, die einen Priester mit zwei Kindern zeigt.
  • In Groß Stieten bei Wismar haben Unbekannte in der Nacht zu Dienstag von einem Werkgelände ein Diebgesgut im Wert von 50 000 Euro.
  • Ein 71-Jähriger übersah n Wismar eine 47-Jährige und erfasste sie frontal.
  • Per Autokran wurde ein 22 Jahre alte serbische Fichte auf den Markt von Grevesmühlen aufgestellt.
  • Eine 22 Jahre alte serbische Fichte wurden von Gartenbesitzern aus Grevesmühlen gespendet

Nein, dafür möchte ich wirklich kein Geld ausgeben.