Kategorie: Ostvorpommern

KukuCulture – Crowdfunding und BusinessCulturePartnership

KuKuCrowd - Schwarmfinanzierung für Kultur

Es gibt eine neue Initiative in unserer deutsch-polnischen Grenzregion: KUKUculture – Schwarmfinanzierung für Kultur

Das HOP-Netzwerk hat diese Seite zur Förderung der regionalen Kultur, zur Stärkung der Verbindungen zwischen Wirtschaft und Kultur, zur Integration in den Ostseeraum eingerichtet.

Auf deutsch oder polnisch kann man hier Projekte für Crowdfunding eintragen, Veranstaltungen anmelden oder eine Kleinanzeige auf der Suche / Biete-Seite aufgeben.

Alles Möglichkeiten, die ab nun genutzt werden können und sollten!

KuKuCrowd - Schwarmfinanzierung für Kultur

Der Link zur Seite? www.kukuka.de und dann registrieren und mitmachen!

Sprachlos in einer grenznahen Region

Daß der Landkreis Vorpommern-Greifswald / das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern  an das Nachbarland Polen grenzt, ist bekannt. Diese Nähe zum Nachbarland und seine Sprache hat leider keinerlei Auswirkungen auf die schulische Bildung in unserem Landkreis / in unserem Bundesland

Und das ist sehr sehr beschämend.

Nun hat die „Greifswalder Studie zur Vermittlung der polnischen Sprache in grenznahen Kitas und Schulen„, durchgeführt von Wissenschaftlernder Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, ein sehr trauriges Bild herausgearbeitet, aus dem ich einen Abschnitt übernehme:

In der Grund- und Orientierungsstufe fehlen in Mecklenburg-Vorpommern die bildungspolitischen Rahmenbedingungen für den systematischen Polnischunterricht, ausreichend qualifizierte Fachkräfte sowie geeignete Lehrmaterialien für die Klassenstufen eins bis sechs, die über ein Arbeitsgemeinschafts-Angebot hinausgehen. Erschwerend für solche Angebote kommt hinzu, dass entsprechende Leistungsstandards fehlen, die Kontinuität nicht gewährleistet werden kann, die Schüler aufgrund der konkurrierender anderer Ganztagesangeboten schwer zu motivieren sind, Lehrkräfte für solche Angebote unzureichend oder nur eingeschränkt qualifiziert werden können.

 Ist das traurig oder peinlich? Ich finde beides. Wie soll Verständigung entstehen, wie sollen die Menschen in dieser Region zu einem gemeinschaftlichen Leben und Arbeiten finden können, wenn sie die Sprache nicht lernen können? Wie wir wissen ist OVP eine strukturschwache Gegend, aber Stettin eine aufstrebende Wirtschaftsregion. Die Menschen aus unserem Landkreis können daran aber wohl nicht teilhaben, da sie sich nicht verständigen können.

Von den polnischen Arbeitnehmern, die auf der Insel Arbeit finden, wird die Beherrschung der deutschen Sprache erwartet. Unsere Bevölkerung bekommt keine Bildungs- und Lern-Chancen.

Fazit der Studie:

Das Erlernen der polnischen Sprache im Sinne des von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Rat empfohlenen frühen Fremdsprachenlernens ist derzeit nur punktuell möglich. Mecklenburg-Vorpommern ist einer zukünftigen Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften mit regionalspezifischen Kompetenzen somit noch nicht gewachsen.

Links:

Konzerttipp: Am Samstag auf der Burg Klempenow: Conny Bauer!

Schon oft habe ich Conny Bauer spielen gehört  und immer wieder mag ich ihn hören. Er spielt Posaune mit ganz eigenem Klang.
Früher hat man diese Musik als FreeJazz etikettiert, heute würde man sie als Zeitgenössische Musik bezeichnen.

Conny Bauer, Posaune
Conny Bauer, Posaune

Das ist aber nicht wichtig. Es ist Musik. Und zwar eine ganz eigene, intensive, tiefe, offene Musik.

Musik, die man nicht versäumen sollte!

Ganz in unserer Nähe:

Am Sonnabend, den 5. September, um 19:30 Uhr auf der Burg Klempenow!

 

Gribower Storchensommer

Vor den unruhigen Gewitterzeiten herrschte recht große Hitze und es war oft sogar zu warm um im Garten zu sitzen.

Am Dienstag morgen aber beim Frühstück konnten wir ein wunderbares Schauspiel genießen: 6 Weißstörche kreisten am Himmel, ließen sich in der Thermik auf- und niedertragen, zogen weite Kreise über Gribow. Ein wunderbares Schauspiel für uns, eine grosse Freude. Was so leicht aussieht, ist aber Training, Training für den großen Flug in den Süden, der den Alt- und Jung-Tieren bevorsteht.

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Weißstorch (ciconia ciconia)  im Flug

Daß die großen Vögel in der Erntezeit reichlich Nahrung finden, ist zu hoffen, durch die Monokultur der Agrar-Firmen ist der Bestand an Klein-Lebewesen, von denen sich die Störche ja ernähren, nicht mehr ausreichend gegeben. Ich freue mich immer, wenn ich solch einen Vogel auf der Wiese nach Futter suchen sehe. Vor 2 Wochen auf dem Feld zwischen Gützkow und Gribow waren es  gar 7 Störche, die  den Mähdreschern folgten!

Ein Storchennest gibt es in Gribow, eines an der B111 in Upatel und  in Strellin habe ich den Adebar oft in seinem Nest stehen sehen.

Genauere Informationen zur Storchenpopulation kann man auf dieser eingebetteten Karte finden, die vom „Weißstorch-Projekt“ der Ornithologen der Universität Greifswald gepflegtwird.


Weißstorchhorste in OVP auf einer größeren Karte anzeigen 

Info: Alle Einträge mit einem Fragezeichen sind nur ungenau eingezeichnet. Wer diese Horste kennt, möchte sich bitte einloggen, die Position korrigeren und das Fragezeichen aus dem Titel entfernen. Die Farben kennzeichnen die Betreuer:
grün Tetzlaff, Köhler, Starke
blau: Weier rot: Scheibelt, Weichbrodt

Auf der genannten Webseite gibt es auch Infos zum Downloaden, zum Beispiel eine Übersicht über die Gesamtpopulation der Störche in unserer Region von 1995 bis 2007. Daraus ergibt sich, daß die Zahl der Tiere abnimmt: „Die seit 1998 mit wenigen Ausnahmen guten Reproduktionsbefunde deuten daraufhin, dass die wesentlichen Ursachen für den Rückgang wohl hauptsächlich außerhalb des ostvorpommerschen Brutgebietes zu suchen sind. Es ist zu vermuten, das u.a. offenbar in Folge schlechter Witterungsverhältnisse auf dem Heimzug höhere Verluste verursacht und zu der verminderten Rückkehrquote geführt hat.“ Man kann also vor Ort viel tun und trotzdem vieles nicht verhindern.

Schwarzstorch, Ciconia nigra
Schwarzstorch, Ciconia nigra

Um so mehr freue ich mich, daß ich in der Nähe des Ziesaberges bei Wolgast sogar schon 2 Schwarzstörche gesehen habe, ganz seltene Exemplare!

PS: Die Bilder stammen von commons.wikimedia.org

Heute in der Sonntagszeitung..

Der Nordkurier bringt heute unter dem Titel „Was den Nordosten einzigartig macht“ eine Sonderausgabe der Sonntagszeitung. Ein Themenschwerpunkt ist das Älterwerden.

Und da auch Ältere mittlerweile das Internet nutzen, oder es schon lange nutzen, gibt es auch eine Seite darüber. Tja, und da komme ich dann ins Spiel ;=)

Die vielen Seiten..

Aber nicht nur wegen dieses Artikels ist die Sonntagszeitung vom 6. Juli 2014 lesenswert!