Zuviel Wind im Strom …

Daß ich kein Freund der die Gegend verschandelnden, Vögel-mordenden und Lärm-produzierenden Windkraftanlagen bin, ist ja wohl schon deutlich geworden.
Wirtschaftlich trägt dieser Wahnwitz Gewinne, weil so viel subventioniert wird. Das bedeutet, der Steuerzahler finanziert die Windkraftanlagen und zahlt dann den Strom, der durch sie verbraucht wird.
Nun kommt es aber noch possenhafter.
Weil diese Industrie subventioniert wird, wurden immer mehr Anlagen gebaut (bei uns in der Nähe ist ja auch einiges geplant), wurden immer mehr  Türme in die Landschaft gesetzt.
Aber Netze wurden nicht ausgebaut, die den Strom aufnehmen können. Und genügend Abnehmer gibt es auch  nicht.

So kommt es, daß die Netzinfrastruktur durch zuviel Strom zusammenbrechen kann, daß es keinen Strom mehr geben wird weil es zuviel Strom gibt.

Es ist einfach zum Haare-Raufen.

Und woher ich das habe? Die FAZ berichtet über das ostdeutsche Stromnetz:

Der große Stromausfall kommt

Der letzte Baum ist einer zuviel…

so skandierten wir, als Ende der 70er der Wald der Startbahn West des Flughafens Frankfurt weichen sollte. Neben Hüttenlagern im Wald und Demonstrationen griffen wir auch zu Mitteln wie Straßentheater und parodistischen Aktionen.

Heute stellt sich das anders da. Heute reicht zur Vernichtung von Alleen eine einfache Behördenrichtlinie, in unsäglichem Deutsch abgefaßt und so banal, daß niemand merkt (vielleicht auch die Verfasser selbst nicht), welcher Besen da losgelassen wird, den vielleicht kein Zauberlehrling mehr einfangen kann.

Da wird von passivem Schutz geschrieben, da müssen Bäume 4 bis 5 Meter vom Straßenrand entfernt stehen, wenn nicht eine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt. Was soll so etwas bedeuten? Holzt man jetzt alle Bäume ab?
Sind nicht schon genug Bäume gefällt?
Sind nicht schon genug Löcher in den Alleen?

Allein zwischen Gribow und Züssow sind gerade mal wieder mindestens 4 Bäume abgeholzt worden, die Sägespäne und die Baumstümpfe verraten es. Reicht das nicht?

Die neue Richtlinien für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme (RPS 07)
In einem länger dauernden Prozess und am Ende vieler intensiver Diskussionen wurden die Richtlinien für passive Schutzeinrichtungen in Deutschland neu erarbeitet. Eine Veröffentlichung ist noch nicht erfolgt, da zurzeit noch die Notifizierung bei der Europäischen Kommission in Brüssel läuft. Der Artikel gibt einen Überblick über die vorrangigen Ziele der neuen Richtlinie.

So werden die Richtlinien angekündigt:  www.baufachinformation.de, ganz trocken, unsentimental, fachlich.
Hinweise zu dieser Richtlinie fand ich bei den Harburger Nachrichten und im Hobby-Garten-Blog.

Wir werden es schon noch schaffen. Alles zu zerstören was lebenswert ist. Alte Kulturgüter. Was Napoleon pflanzen ließ, um seinen Soldaten Schatten beim Marschieren zu verschaffen, hat auch wesentlich friedlichere Zwecke erfüllt. Trägt zur besseren Luft bei, gibt Insekten und Vögeln Nahrung und Schutz, verschönert und bereichert.

Aber zählt so was? Was nützt eine Karte „Sehenswerte Alleen in Mecklenburg-Vorpommern„, wenn diese Alleen kaltschnäuzig per Behördenrichtline, in Brüssel abgesegnet, abgesägt werden? Und was richtet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aus aus gegen Verkehrsrichtlinien? Wohl nichts, da hilft auch eine Alleen-Fan-Seite wenig…

Weiterer Link: die Alleenschutzgemeinschaft

Naturschutz – aktiv oder unterstützend

Nicht weit von Gribow fließt die Peene. Ein wunderschöner Fluß mit wenig Gefälle, wieder geschützten Auewäldern, Wildbestand, und einem gebetsmühlenartig wiederholtem Attribut, das ich hier nicht wiederhole ;=)

Diese Landschaft muß geschützt werden. Dazu reicht das öffentliche Engagement nicht aus.
Deshalb unterstütze ich die Naturstation Peenetal als Fördermitglied. Das sollten Sie auch tun.

Koeppenhaus – ja kürzt Ihr nur und schlagt kaputt!

Wolfgang KoeppenDaß mir das Koeppenhaus ganz besonders ans Herz gewachsen ist, habe ich schon in meinem Leseblog als „Glückliche Fügung in Greifswald“ beschrieben.

Das Literaturzentrum wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit gerade mal 25.000 € / Jahr gefördert. Das ist wenig, das reicht nicht mal für eine Stelle.

Aber nun will das Land diesen Zuschuss um 4.000 € / jährlich kürzen.
Das mag wenig sein.
Bei einer kulturellen Einrichtung mit knappem Etat kann eine solch geringe Summe das Ende bedeuten.

Ich fordere das Land auf, diesen Kürzungsbeschluß zu überdenken und zurückzunehmen.

Der Schaden ist größer als der Nutzen.

Weitere Informationen: Pressemitteilung: Grüne setzen sich für weitere Förderung des Koeppenhauses ein